Glossar

Formales/non-formales/informelles Lernen

Im Rahmen des Konzepts des lebenslangen Lernens unterscheidet die EU diese drei Typen von Lernen. Als wichtigstes Unterscheidungskriterium kann hierbei die Form der Zertifizierung und formalen Anerkennung angesehen werden: Ein formales Lernen findet in einer Bildungsstätte statt und die dort erworbenen Abschlüsse und Zertifikate sind im jeweiligen Bildungssystem anerkannt (bspw. Schul- und Hochschulabschlüsse). In einem non-formalen Lernsetting findet das Lernen in aller Regel außerhalb formaler Bildungseinrichtungen (bspw. Jugendorganisationen, Gewerkschaften oder auch am Arbeitsplatz) statt, erfolgt jedoch ebenfalls hinsichtlich Lernzielen, Lerndauer und Lernmitteln zielgerichtet. In non-formalen Settings können zwar auch Abschlüsse und Zertifikate erworben werden, die jedoch üblicherweise innerhalb des Bildungssystems nicht anerkannt werden. Informelles Lernen zeichnet sich dadurch aus, dass es häufig am Arbeitsplatz, in der Familie oder in der Freizeit stattfindet und oftmals als “beiläufiges Lernen” bezeichnet wird. Es dient nicht der Erlangung einer formalen Qualifikation und wird deshalb unter Umständen nicht als Erweiterung von Wissen und Fähigkeiten angesehen (Bechtel/Lattke/Nuissl, 2005).

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