Lernförderliche Diagnostik (Assessment for Learning)

Lernförderliche Diagnostik, formative Beurteilung, lernbegleitende Diagnostik, lernförderliche Beurteilung oder im englischen Assessment for Learning – die begriffliche Vielfalt ist groß, stiftet Verwirrung und verursacht Unsicherheit, obwohl die genannten Begriffe im Wesentlichen das gleiche Konzept beschreiben.

Seit dem Erscheinen von John Hatties Buch “Visible Learning” in deutscher Sprache im April diesen Jahres ist das Thema “lernförderliche Diagnostik” und insbesondere das Thema des “Feedbacks” wieder stärker in den Fokus der schulischen Diskussion gerückt.

Das Konzept ist dabei keineswegs neu. Die Grundlagen sind bereits in der Reformpädagogik Anfang des 20. Jahrhunderts zu finden (siehe auch Beitrag Montessori: Lernen in der Grundschule digital begleiten).

In der unten stehenden Infografik haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, einen ersten, klärenden Überblick über das Konzept der lernförderlichen Diagnostik zu geben, da dieses in Next-TELL eine große Rolle spielt und eine der Grundlagen für unsere Toolentwicklung darstellt.


Viele der Komponenten der lernförderlichen Diagnostik finden sich beispielsweise bereits in unserem Open Learner Model (eine Zusammenfassung über unser OLM finden Sie in diesem Post):
Die zu erreichenden Lernziele werden in Form von Kompetenzen in das OLM eingepflegt und so für die SuS sichtbar gemacht (blaues Blütenblatt), Feedback auf eine erbrachte Leistung der SuS kann sowohl in Form eines quantitativen Ratings vorgenommen werden als auch in Form eines verbalen und kommentierenden Feedbacks, das die SuS auf nächste Lernschritte hinweist (grünes Blütenblatt). Ebenso ist die Möglichkeit der Selbst- und Peer-Einschätzungen bereits im Tool vorhanden (rotes Blütenblatt).

Inwiefern unser internet-basiertes OLM entwickelt werden muss, um eine formative Feedback-Kultur in der Schule bestmöglich zu unterstützen, versuchen wir gemeinsam mit LuL und SuS herauszufinden, die neue Wege beschreiten möchten.

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